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Der stete gesellschaftliche und insbesondere wirtschaftliche Wandel hinterlässt eine Fülle verlassener Architektur. Sie fristet oftmals ein trostloses Dasein und/oder wartet auf den Abriss. Für viele Menschen sind diese sog. Lost Places ein Schandfleck, der dringend beseitigt werden muss. Andere wiederum schwelgen bei ihrem Anblick in Erinnerungen an das Gestern, weil sie dort beispielsweise einen großen Teil ihres Berufslebens verbrachten.

Nur wenige Menschen machen sich die Mühe, sich ausgiebig mit dem Hier und Jetzt zu befassen. Just dies ist der Ausgangspunkt meiner fotografischen Entdeckungsreisen. Ich bin allerdings kein Hobby-Historiker, der die Geschichte dieser Orte dokumentieren will. Mich interessieren vielmehr zwei Aspekte:

  • Die Schönheit des Morbiden.
  • Das meist außergewöhnliche Spiel des Lichts.



Urban Exploring - Take nothing but pictures, leave nothing but footprints!

Dies ist ein strikter Grundsatz von mir. Daher ist es für mich ein absolutes Tabu, mir gewaltsam Zugang zu Lost Places zu verschaffen, dort etwas zu verändert, etwas mitzunehmen oder gar zu randalieren. Insofern distanziere ich mich von denjenigen, die der Ansicht sind, sich an solchen Orten austoben zu müssen. Und ich unterstütze daher die Aktion URBEXERS AGAINST VANDALISM.


Mit großem Bedauern stelle ich fest, dass Urban Exploring nicht mehr viel mit den Anfängen zu tun hat. Das Hobby ist für viele zu einer Leistungsschau geworden. Wer hat die tollten Locations, wer war zuerst dort und wie kann ich verhindern, dass andere Fotografen ähnlich gute Bilder von diesem Lost Place machen. Nicht selten kommt es vor, dass neue Orte innerhalb kurzer Zeit eine Bruchbude sind, weil dort randaliert wird. Offiziell wird den Metalldieben die Schuld gegeben, doch meist ist das Metall noch vorhanden. Der Respekt vor dem Ort und insbesondere dem Umstand, dass es sich ja um fremdes Eigentum handelt, scheint immer mehr abhanden zu kommen.


Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung ist, dass URBEXERS AGAINST VANDALISM seine Aktivitäten aufgeben wird. Die Macher der Initiative geben auf, sich gegen diesen Trend weiterhin zu stemmen. Aus diesem Grund habe ich begonnen, einige Locations mit einem Passwort zu belegen. Meine Bilder sind dann nur noch für gute Freunde einsehbar. Ich konnte mich noch nicht dazu durchringen, die Locations gänzlich unkenntlich zu machen. Denn ich glaube noch immer an eine Selbstreinigung der Szene. Wahrscheinlich ist das blauäugig.


Möchtest Du mich auf meinen Reisen begleiten? Du würdest dabei bestimmt auch kein erhöhtes Risiko eingehen. Du könntest allerdings (sofern noch nicht geschehen) Deine Lust am Morbiden entdecken. Denn der Verfall kann auch schöne Dinge hervorbringen. Du musst nur richtig hinsehen.

Kirche eines Internats Afrikanische Botschaft
Sanatorium Dreux Sanatorium Vexin
Haus der Offiziere - Garnison Wüsdorf Infanterieschule - Garnison Wüsdorf
Geisterstadt Pier Catacombe di Palermo
Verschiedenen Themen habe ich mich bisher intensiver gewidmet.
Klick auf SPEZIAL und Du gelangst zu einer Übersicht.


Bei meinen ausgedehnten Entdeckungsreisen, bei denen ich mir etliche Lost Place
in Belgien, Deutschland oder Frankreich ansah, interessierte mich immer wieder
verschiedene Motive ganz besonders. Beispielsweise bin ich faziniert von alten
Lungenheilstätten, die Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut wurden.

Daher befasste ich mich jetzt mit diesem Thema und weiteren eingehender. Vielleicht kann ich Dich auch für sie begeistern. Dazu habe ich eigens zusätzliche Hintergrundinformationen zusammengetragen.

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Ich wünsche Dir viel Spaß.